Kategorie: Allgemein

Vielen Dank an die treuen Leser des DeichSPIEGEL

Am 13. Janu­ar 2014 wur­de für den Deich­SPIE­GEL erst­ma­lig ein Ran­king unter 1.000 aus­ge­wie­sen. Das freut mich als Autor natür­lich sehr, und ich bedan­ke mich hier­mit ganz herz­lich bei mei­nen treu­en Lesern. Natür­lich wer­de ich wei­ter­hin bemüht sein, Euch auch in Zukunft mit gut recher­chier­ten Bei­trä­gen zu unterhalten.

Ranking DeichSPIEGEL

Ich wie wisst, ist der Deich­SPIE­GEL ein pri­va­ter Blog, den ich aus rei­nem Idea­lis­mus betrei­be. Mein Ziel ist, täg­lich einen Bei­trag zu ver­öf­fent­li­chen. Das wer­de ich lei­der nicht immer rea­li­sie­ren können. 

Statistik

Man­che Bei­trä­ge erfor­dern ein hohes Maß an Zeit für die Recher­chen. Oft­mals habe ich kein eige­nes Bild­ma­te­ri­al zur Ver­fü­gung, dann muss ich den Rech­te­inha­ber anschrei­ben und um sei­ne Geneh­mi­gung zur Ver­wen­dung bit­ten. Auch im Krank­heits- oder Urlaubs­fall wer­de ich nicht schrei­ben können.

Ich möch­te euch ein­la­den, mir mit­zu­tei­len, ob Ihr beson­de­re The­men­wün­sche habt. Wenn mög­lich, wer­de ich Eure Wün­sche erfül­len. Schickt mir ein­fach Fotos (mit Erlaub­nis, dass ich die­se ver­wen­den darf)  und einen kur­zen schrift­li­chen Bei­trag dazu.

Also, wei­ter­hin viel Spaß beim Lesen, Euer DeichSPIEGEL.

Schon im August musste Buchhandlung Mügge aufgeben

Seit man Bücher auch elek­tro­nisch lesen kann, tun sich vie­le loka­le Buch­hand­lun­gen schwer. Gegen die Inter­net­ver­sen­der, allen vor­an Ama­zon, hilft nur eines: kom­pe­ten­te Bera­tung durch freund­li­che Ver­käu­fer und ein nöti­ges Maß an Kulanz bei einem Fehl­kauf.Buchhandlung MüggeEs war die in Lehe gebo­re­ne Thea Müg­ge, die nach dem Krieg den Mut hat­te, sich mit 52 Jah­ren mit einer eige­nen Buch­hand­lung selb­stän­dig zu machen. Sie erwarb bereits 1947 von der ame­ri­ka­ni­schen Mili­tär­re­gie­rung die Lizenz zur Grün­dung der “Buch­hand­lung Mügge”.

Zunächst rich­te­te sie in einer Bara­cke mit Büchern aus ihrem Pri­vat­be­sitz eine Leih­bi­blio­thek ein. Vier Jah­re spä­ter konn­te sie in das wie­der­auf­ge­bau­te Geschäfts­haus der Städ­ti­schen Spar­kas­se zie­hen. 1969 ver­kauf­te sie ihre Buch­hand­lung, die bis zur Schlie­ßung im August 2013 den Namen “Buch­hand­lung Müg­ge” trug.

Wir sind die Buch­hand­lung mit der guten Bera­tung und der umfas­sen­den Aus­wahl!”, so war es bis zum Schluss auf der Home­page der Buch­hand­lung Thea Müg­ge GmbH zu lesen. Aber der Inha­ber Nor­bert Mat­tern hat es nicht geschafft, sich gegen den Inter­net-Buch­han­del zu behaup­ten. Auch die wöchent­lich wech­seln­den Ange­bo­te – Bücher, die vor dem Laden­ein­gang aus­ge­legt und zu Schleu­der­prei­sen ver­kauft wur­den – führ­ten nicht aus der Kri­se her­aus. Die Eigen­ka­pi­tal­aus­stat­tung war wahr­schein­lich zu dürf­tig. Lie­fe­ran­ten sol­len auf Vor­aus­zah­lung bestan­den haben. Schließ­lich wur­de das Geschäft im Rah­men des Insol­venz­ver­fah­rens abge­wi­ckelt. Bleibt nur die Hoff­nung, dass kei­ne Gläu­bi­ger Nach­tei­le erlei­den mussten.
Quel­len:
boersenblatt.net vom 13.02.2012 und 17.05.2013
Nord­see-Zei­tung vom 07.10.2013

Aus Verschlusskappen entsteht ein Rollstuhl

Aus Ver­schluss­kap­pen ent­steht ein Rollstuhl

Bereits am 17. Dezem­ber 2013 las ich in einem Arti­kel in der Nord­see-Zei­tung, dass die Lei­te­rin der Krip­pe im Kin­der­gar­ten Neu­en­wal­de seit einem Jahr die Ver­schluss­kap­pen von Fla­schen, Milch­tü­ten, Wasch­mit­tel usw. sam­melt – um aus jeweils 36 000 Stück einen Roll­stuhl her­stel­len zu lassen.

Aus Verschlusskappen entsteht ein Rollstuhl

Ich fin­de die Idee so sim­pel und doch so geni­al! Aus Müll wird etwas Sinn­vol­les her­ge­stellt. Wer also Ver­schluss­kap­pen hat (die Grö­ße spielt kei­ne Rol­le), bit­te in einem Kar­ton sam­meln und die­sen an den Kin­der­gar­ten Neu­en­wal­de schi­cken. Die Pfand­fla­schen könnt Ihr trotz­dem in den Rück­ga­be­au­to­ma­ten wer­fen, die akzep­tie­ren das Leer­gut auch ohne Deckel.

Frau Andrea Mar­ce­li­no freut sich mit Sicher­heit auf Eure Unter­stüt­zung. Ihr Mann, ein gebür­ti­ger Por­tu­gie­se, sorgt dafür, dass die Ver­schluss­kap­pen nach Avei­ro in Por­tu­gal trans­por­tiert wer­den. Dort ange­kom­men, wer­den die Deckel zu Gra­nu­lat ver­ar­bei­tet. Dar­aus ent­ste­hen dann Roll­stüh­le für ein por­tu­gie­si­sches Kin­der­heim – immer 5 000 Deckel erge­ben einen Rollstuhl.

Übri­gens: Ich brin­ge mei­ne Pfand­fla­schen in den aktiv-Markt. Dort hängt eine Box für die Pfand­quit­tun­gen. Das Geld kommt krebs­kran­ken Kin­dern zugute.

Frohe Weihnachtszeit

Ich bedan­ke mich bei allen mei­nen Lese­rin­nen und Lesern für die Lese­treue in die­sem Jahr und wün­sche ein fro­hes Weih­nachts­fest und ein gesun­des neu­es Jahr. 

Selbst­ver­ständ­lich wird der “Deich­SPIE­GEL” auch 2014 wie­der Inter­es­san­tes  aus der Ver­gan­gen­heit, der Gegen­wart und der Zukunft berichten.

Christmas

Weihnachten

Eleanor Parker ist tot – sie war die Frau mit den 1000 Gesichtern

1950, 1951 und 1955 war Ele­a­n­or Par­ker, die Frau mit den “tau­send Gesich­tern”, für den Oscar als bes­te Schau­spie­le­rin nomi­niert. Am 9. Dezem­ber 2013 starb sie im Alter von 91 Jah­ren in einem Kran­ken­haus nahe Palm Springs in Kali­for­ni­en an den Fol­gen einer Lun­gen­ent­zün­dung.

Ihr Film­de­büt gab Ele­a­n­or Par­ker bereits 1941 in dem Wes­tern “Sein letz­tes Kom­man­do”. Für ihre Rol­len als Gefan­ge­ne in dem 1950 erschie­nen Film “Frau­en­ge­fäng­nis”, als frus­trier­te Ehe­frau von Kirk Dou­glas in “Poli­zei­re­vier 21” (1951) und 1955 als kran­ke Opern­sän­ge­rin in “Unter­bro­che­ne Melo­die” wur­de sie für einen Oscar nomi­niert. Ele­a­n­or Par­ker war eine von den Film­kri­ti­kern begeis­tert gefei­er­te Film­di­va und wur­de oft als der “Star mit den 1000 Gesich­tern” bezeich­net,  die auf der Lein­wand auch an der Sei­te von Frank Sina­tra und Clark Gab­le zu fin­den war. 

In den frü­hen sech­zi­ger Jah­ren begann ihr Stern zu sin­ken. In ihrer letz­ten gro­ßen Rol­le spiel­te sie 1965 eine unter­kühl­te Baro­nin an der Sei­te von Julie Andrews und Chris­to­pher Plum­mer in dem in den USA sehr belieb­ten Film­mu­si­cal “The Sound of Music”, der in Deutsch­land als “Mei­ne Lie­der, mei­ne Träu­me” auf­ge­führt wur­de. Danach war sie über­wie­gend in Fern­seh­se­ri­en zu sehen. Ins­ge­samt spiel­te sie in mehr als 80 Pro­duk­tio­nen — davon 45 Fil­me – die unter­schied­lichs­ten Rol­len. “Ich bin vor allem eine Cha­rak­ter­dar­stel­le­rin”, sag­te die Schau­spie­le­rin dem “Toron­to Star” 1988 selbst über sich. “Ich habe auf der Lein­wand so vie­le ver­schie­de­ne Men­schen gespielt, dass sich mei­ne eige­ne Per­sön­lich­keit nie ent­fal­ten konnte.” 

Ele­a­n­or Par­ker war vier­mal ver­hei­ra­tet und wur­de Mut­ter von vier Kin­dern, drei aus der zwei­ten Ehe und ein Sohn aus der drit­ten Ehe. 

Bremen Classic Motorshow lässt die deutsche Geschichte leben

Die Bre­men Clas­sic Motor­show wird im Jahr 2014 von Frei­tag, 31. Janu­ar bis Sonn­tag, 2. Febru­ar das The­ma Wirt­schafts­wun­der­zeit in Deutsch­land dar­stel­len: Fahr­rä­der, Nutz­fahr­zeu­ge, Klein­wa­gen, Sport­wa­gen und Mopeds aus den spä­ten Vier­zi­gern bis in die frü­hen sech­zi­ger Jah­re – das ist das gro­ße The­ma der Bre­men Clas­sic Motor­show 2014 in der Mes­se Bremen. 

Messerschmidt

Eine span­nen­de Zeit: Vol­ler Ent­beh­run­gen, Erfin­dungs­reich­tum, Impro­vi­sa­ti­on und Auf­bruchs­stim­mung. Das spie­gelt sich auch in den Expo­na­ten der Son­der­schau­en wie­der, wel­che die Macher der Mes­se gemein­sam mit den Leih­ge­bern vom PS.Speicher aus­ge­sucht haben: Holz, Blech oder Kunst­le­der als Werk­stoff, klein, nütz­lich oder ganz prak­tisch, aber natür­lich auch schick und glän­zend. Uni­ka­te sind dabei, Fahr­zeu­ge, von denen es nur noch zwei oder drei welt­weit gibt: ech­te Hin­gu­cker für Old­ti­mer-Fans und Geschichtsinteressierte. 

Da gibt es zum Bei­spiel den Klein­schnitt­ger Spe­zi­al. Paul Klein­schnitt­ger dräng­te von 1940 bis Ende der 1950er auf den Markt – mit dem Spe­zi­al woll­te er unter Beweis stel­len, dass er auch optisch anspre­chen­de Autos her­stel­len konn­te. Die­ses Fahr­zeug wur­de in mühe­vol­ler Hand­ar­beit gebaut – es ist ein Uni­kat und wur­de als Fami­li­en­au­to genutzt. Der Zwei­zy­lin­der-Zwei­tak­ter hat­te 15 PS unter der Hau­be und bril­lier­te mit einer Zweifarben-Lackierung. 

Ähn­lich der Cham­pi­on Ch‑2. Er wur­de 1949 bei Her­mann-Hol­bein-Fahr­zeug­bau gebaut – war­tet mit 6,5 PS, 248 ccm und einer Höchst­ge­schwin­dig­keit von 60 Stun­den­ki­lo­me­tern auf. Nur elf die­ser Fahr­zeu­ge wur­den gebaut „und heu­te gibt es ver­mut­lich nur noch zwei Exem­pla­re des Ch‑2 mit stär­ke­rem Motor“, weiß Sascha Fil­lies vom PS.Speicher, der eben­falls ein klei­nes Schman­kerl zu dem Expo­nat erzäh­len kann: „Das Expo­nat, das bei der Bre­men Clas­sic Motor­show gezeigt wird, weck­te 1950 das Inter­es­se einer Bau­ers­frau, die aller­dings ohne Füh­rer­schein eine Pro­be­fahrt absol­vier­te. Das Resul­tat war eine Schuss­fahrt in einen Mist­hau­fen – wovon man heu­te aber weder etwas sieht noch riecht.“ 

Einen Mes­ser­schmitt Kabi­nen­rol­ler KR 175 hat wohl jeder schon ein­mal gese­hen – aber wie man kor­rekt ein­steigt, erfährt man nur, wenn man auf­merk­sam die Bedie­nungs­an­lei­tung liest: „Sitz hoch­schwen­ken, Len­kung leicht nach rechts ein­schla­gen, rech­ten Fuß in Fahr­zeug­mit­te set­zen, Platz neh­men, lin­ken Fuß hin­ein­set­zen, bei­de Füße nach vorn set­zen, jetzt erst mit bei­den Hän­den an den schrä­gen seit­li­chen Rah­men­roh­ren abstüt­zen und Sitz nach vor­ne schwen­ken las­sen.“ Saß man erst mal drin, konn­te es mit 9 PS und einer Höchst­ge­schwin­dig­keit von 80 Stun­den­ki­lo­me­tern auf die Stra­ße gehen. Der gezeig­te KR 175 hat­te drei Besit­zer, ist im Ori­gi­nal­zu­stand und wur­de 1962 stillgelegt. 

Sperr­holz­plat­ten, gebo­ge­ne Blech­tei­le, beplank­te Holz­ge­rip­pe und Kunst­le­der – das waren die Zuta­ten, aus denen der Lloyd LS 300 Kom­bi zusam­men­ge­baut wur­de. Die Ähn­lich­keit des Kunst­le­ders mit einem Heft­pflas­ter führ­te zum neu­en Spitz­na­men: „Leu­ko­plast­bom­ber“ hieß das Auto im Volks­mund. Apro­pos Leu­ko­plast: Der AWZ P70 Cou­pé kam zwar im sport­li­chen Design daher, gilt aber als Vor­läu­fer des Tra­bants. Die Fahr­ge­stel­le kamen aus dem VEB Auto­mo­bil­werk Zwi­ckau, die End­mon­ta­ge fand im Karos­se­rie­werk Dres­den statt, rund 1.500 Stück wur­den pro­du­ziert. Kur­bel­fens­ter, Echt­le­der­aus­schlag, wind­schnit­ti­ge Form und ein unge­wöhn­li­ches Küh­ler­maul sorg­ten auch inter­na­tio­nal für Beachtung. 

Das Gog­go­mo­bil TL 250 ist in der Son­der­schau „Klein­trans­por­ter“ in der Hal­le 4 zu sehen. Welt­weit gibt es nur noch rund ein­hun­dert Trans­por­ter, pro­du­ziert wur­den von 1957 bis 1965 rund 3.600 Stück. Rund 2.000 davon kauf­te die Deut­sche Bun­des­post. Der Gog­go kommt mit 13,6 PS daher, schafft 65 Stun­den­ki­lo­me­ter und kos­te­te sei­ner­zeit 3.715 Deut­sche Mark. 

Noch ein wenig frü­her und aus Not ent­stan­den ist das Wend­ax-Lie­fer­drei­rad. In der stark zer­stör­ten Stadt Ham­burg brauch­te man für den Trans­port von Bau­ma­te­ri­al Fahr­zeu­ge: Die Fir­ma Drai­si­nen­bau Dr. Alpers bau­te 20 drin­gend benö­tig­te Vor­der­la­der-Lie­fer­drei­rä­der mit einem Tri­umph-Dop­pel­kol­ben-Motor­rad­mo­tor. Die pri­mi­ti­ve und kos­ten­güns­ti­ge Kon­struk­ti­on dien­te zur Schutt­be­sei­ti­gung. Das half in schlech­ten Zei­ten: Die meis­ten Nutz­fahr­zeu­ge waren ent­we­der durch den Krieg zer­stört oder von den Alli­ier­ten beschlag­nahmt. Das Wend­ax-Lie­fer­fahr­zeug ist ver­mut­lich eines der letz­ten noch exis­tie­ren­den Model­le und damit qua­si „Geschich­te zum Anfassen.“ 

Dies sind nur eini­ge der Expo­na­te – allein auf der Son­der­schau­flä­che in der Hal­le 5 befin­den sich zehn Autos aus der Wirt­schafts­wun­der­zeit, wei­te­re sel­te­ne Fahr­zeu­ge gibt es in Hal­le 4. Mopeds sind in der ÖVB-Are­na zu sehen und die Fahr­rä­der ste­hen im Foy­er der ÖVB-Arena. 

Die Bre­men Clas­sic Motor­show öff­net vom Frei­tag, 31. Janu­ar bis Sonn­tag, 2. Febru­ar in allen Hal­len der Mes­se Bre­men von 9 bis 18 Uhr. Die Tages­kar­te kos­tet 15 Euro. 

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen:
classicmotorshow.de.

Märchenhafter Museumsadvent

Mär­chen­haf­ter Museumsadvent

Der Advent ist eine Zeit vol­ler Geheim­nis­se. Das Dun­kel der längs­ten Aben­de des Jah­res wird vom Ker­zen­glanz ver­zau­bert. Was passt also in die­se auf­re­gen­de Zeit bes­ser — beson­ders für Kin­der — als “Es war ein­mal…”. Zu Mär­chen und ande­rem mehr lädt das Dorf­mu­se­um Mar­kers­dorf am 1. Dezem­ber 2013 herz­lich ein.

Märchenhafter Museumsadvent

Die­se Ein­la­dung soll­te jeder anneh­men, der nicht durch den Advent eilen will, son­dern ver­wei­len und Stil­le und Stau­nen wie­der neu ent­de­cken möchte.
Sonn­tag, 1. Dezem­ber 2013, von 15 bis 18 Uhr,
Dorf­mu­se­um Markersdorf,
Kirch­stra­ße 2, 02829 Markersdorf
Das schreibt der Gör­lit­zer Anzei­ger:
Ein mär­chen­haf­ter Advents­sonn­tag im Dorf­mu­se­um Markersdorf